Auswahlhilfe in sechs Schritten
Pool-Wärmepumpe richtig auswählen
Eine passende Wärmepumpe wird nicht allein über die Herstellerangabe „bis x m³“ ausgewählt. Poolvolumen, Wärmeverluste, gewünschte Aufheizzeit, ein einheitlicher Messpunkt, Wasserdurchfluss und Anschluss müssen zusammenpassen.
Fachlich geprüft am 5. September 2026 · technische Orientierung für private PoolsPoolvolumen bestimmen
Das Wasservolumen ist der Ausgangspunkt der Berechnung, aber noch keine fertige Geräteempfehlung.
Pro Kubikmeter Wasser werden für 1 °C Erwärmung theoretisch rund 1,163 kWh Wärme benötigt. Ein 40-m³-Pool braucht damit etwa 46,5 kWh für jedes zusätzliche Grad – Wärmeverluste noch nicht eingerechnet.
Wärmeverluste einordnen
Abdeckung, Bauart und Nutzungszeitraum entscheiden mit, wie viel Leistungsreserve sinnvoll ist.
Ein abgedeckter, eingelassener Saisonpool stellt andere Anforderungen als ein ungeschütztes Aufstellbecken im Frühjahr. Deshalb fragt der PoolPlan diese Merkmale getrennt ab.
Denselben Messpunkt vergleichen
Heizleistung und COP sind nur unter identischen Luft- und Wassertemperaturen direkt vergleichbar.
PoolWegweiser verwendet möglichst A15/W26: 15 °C Außenluft und 26 °C Poolwasser. Leistungswerte bei A26/W26 wirken häufig höher, beschreiben aber einen wärmeren Betriebspunkt.
Leistungsbereich wählen
Ein Bereich ist ehrlicher als eine einzelne pauschale Kilowattzahl.
Eco eignet sich für geduldigeres Aufheizen, Balanced ist der ausgewogene Startpunkt und Comfort bietet mehr Reserve. Die tatsächliche Wahl hängt davon ab, wie schnell und bei welchem Wetter der Pool warm werden soll.
Hydraulik abgleichen
Wärmepumpe, Filterpumpe und Filterkessel müssen denselben Wasserstrom zuverlässig bewältigen.
Der Herstellerbereich der Wärmepumpe und der rechnerische Umwälzbedarf des Pools müssen zusammenpassen. Rohrleitungen, Höhenunterschiede und Ventile können den realen Durchfluss zusätzlich verringern.
Anschluss und Aufstellung prüfen
Erst nach der technischen Vorauswahl werden Stromversorgung und konkrete Einbausituation geprüft.
Dazu gehören Phase, Absicherung, Leitungsweg, Freiräume, Kondensatablauf und Schall. Diese Punkte müssen vor Kauf und Installation anhand des Datenblatts und vor Ort bestätigt werden.
Einheitliches Referenzprofil
Startwerte nach Poolvolumen
Diese Werte sind bewusst einheitlich berechnet. Sie zeigen, wie sich der technische Startpunkt mit dem Wasservolumen verändert; dein tatsächliches Poolprofil kann den Bedarf nach oben oder unten verschieben.
| Pool | Balanced-Leistung | Wärme für 1 °C | Netto-Durchfluss | Ratgeber |
|---|---|---|---|---|
| 10 m³ | 2,4–2,9 kW | 11,6 kWh | 1,7 m³/h | Details |
| 20 m³ | 4,8–5,9 kW | 23,3 kWh | 3,3 m³/h | Details |
| 30 m³ | 7,2–8,8 kW | 34,9 kWh | 5 m³/h | Details |
| 40 m³ | 9,6–11,7 kW | 46,5 kWh | 6,7 m³/h | Details |
| 50 m³ | 12–14,6 kW | 58,1 kWh | 8,3 m³/h | Details |
| 60 m³ | 14,4–17,6 kW | 69,8 kWh | 10 m³/h | Details |
| 70 m³ | 16,8–20,5 kW | 81,4 kWh | 11,7 m³/h | Details |
| 80 m³ | 19,2–23,4 kW | 93 kWh | 13,3 m³/h | Details |
Vor dem Kauf
Sechs Punkte abhaken
Der PoolPlan übernimmt die technische Vorauswahl. Die konkreten Anschluss- und Aufstellbedingungen müssen anschließend anhand des Herstellerdatenblatts und der Anlage vor Ort geprüft werden.
- Heizleistung und COP stammen vom gleichen Betriebspunkt.
- Der Leistungsbereich passt zu Saison, Abdeckung und gewünschter Aufheizzeit.
- Der erforderliche Wasserdurchfluss liegt innerhalb der vorhandenen Hydraulik.
- Stromanschluss und Absicherung wurden fachlich geprüft.
- Aufstellabstände, Schall und Kondensatablauf sind geklärt.
- Händlerangebot und Lieferumfang werden erst nach dem Technik-Match verglichen.
Nachvollziehbare Grundlage
Rechenweg und Produktdaten offen einsehbar
Die Orientierungswerte werden in der Methodik erklärt. Fachbegriffe sind separat definiert; im Modellvergleich führt jede technische Baureihe zur verwendeten Herstellerquelle.